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Exkursion zur aromunischen Minderheit in Nordmazedonien

Vom 23. bis am 28. Juni begaben sich 10 Student*innen der Universität Zürich unter der Leitung von Olivier Winistörfer (Lehrstuhl Prof. Dr. Stark) und Dr. Maxim Makartsev (Universität Oldenburg) für linguistische Feldforschung zu den aromunischen Minderheiten in Skopje, Kruševo und Ohrid (Nordmazedonien).

Das Ziel der Exkursion war es, dass die Student*innen nicht nur selbst Forschungsfragen unter der Leitung von erfahrenen Forschenden erarbeiten, sondern auch erste Erfahrungen in der linguistischen Feldforschung sammeln konnten (im Modul Documenting an endangered Romance minority variety. Linguistic fieldwork with the Aromanians of North Macedonia - 06SM430o052). Dabei deckten die Studierendenprojekte die ganze Bandbreite der Linguistik ab: von Phonologie, Morphologie, Morphosyntax, Syntax bis zu Soziolinguistik, Sprachdidaktik, Urban Linguistic Landscape.

Der Exkursionsleitung lag es auch am Herzen, dass die Student*innen die vielen Herausforderungen der aromunischen Minderheiten aus verschiedenen Perspektiven kennenlernen und verstehen konnten. Aus diesem Grund wurden nicht nur linguistische Interviews geführt, sondern die Gruppe besuchte auch die Mazedonische Akademie der Wissenschaften und Künste (MANU), das Mazedonische Staatsfernsehen und Radio (MTR), welche die Gruppe zur Feldforschung interviewte, die NGO Tihe, die sich für die Minderheitsrechte und den Spracherhalt einsetzt, Vertreter*innen der Gemeinde Kruševo sowie das Summer Camp für die Aromunische Sprache und Kultur in Ohrid.

So lernten die Student*innen nicht nur die Sprache und ihre Sprecher*innen, sondern auch die aromunischen Traditionen (Essen, Kleider, Tänze) sowie Geschichte kennen (zum Beispiel ein Originalbild der ersten Filmschaffenden des Balkans, den Manaki-Brüdern) und konnten Freundschaften mit der lokalen Bevölkerung schliessen.

Die erhobenen Daten werden nicht nur in zukünftige Forschungsartikel, sondern auch in ein Korpus der aromunischen Sprache einfliessen. Zudem werden die anonymisierten Daten auf Wunsch der Community sowie den lokalen Behörden zur Verfügung gestellt, um das Aromunische besser zu verstehen und nach den Minderheitengesetzen Nordmazedoniens besser zu schützen.

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