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Maxime Paratte

Doktorand SNF-Projekt (Prof. Dr. Johannes Kabatek)

Projekt: "Lo codi and the beginning of elaborate Romance writing." 

Romanisches Seminar
Plattenstrasse 28
CH - 8032 Zürich

Büro PLB H-304

maxime.paratte@uzh.ch

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Kolloquium FS26

„Lo codi“, „der Kodex“, ist der okzitanische Name, unter dem ein umfangreicher Rechtstext aus dem 12. Jahrhundert, der vollständig in okzitanischer Volkssprache verfasst ist, in der Rechtsgeschichte und in der Geschichte der romanischen Sprachen bekannt ist. Der Text ist aus mehreren Gründen herausragend: wegen seines Umfangs, seines Ausarbeitungsgrades und seiner Wirkung. Er besteht aus neun Büchern, die eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte der ersten neun Bücher des lateinischen Codex Iuris Civilis bieten, mit einer Gesamtzahl von etwa 157’000 Wörtern in der okzitanischen Fassung. Der Text ist eine didaktische Umgestaltung komplexer juristischer Inhalte und weist eine von den lateinischen Vorbildern unabhängige Sprache sowie völlige Souveränität in der Textgestaltung auf. Es existieren mehrere okzitanische Handschriften des Textes (die älteste aus dem Jahr 1163, eine Abschrift eines vermeintlichen Originals von 1149) sowie Übersetzungen in verschiedene romanische Sprachen und ins Lateinische.

In den letzten Jahren wird an verschiedenen Orten zu diesem Text geforscht; ausgehend vom Zürcher Codi-Projekt geht es in diesem Kolloquium darum, verschiedene Forschende zusammenzubringen, die neuesten Ergebnisse der Codi-Forschung zu präsentieren und Perspektiven für die Zukunft zu erarbeiten.

LO CODI