Romanisches Seminar

Über das Seminar
Aktuelles
Studium
Doktorat
Forschung
E-Learning
Bibliothek
Universitäres Leben
Download
Links
Archiv
Kalender  

Voraussetzungen

Romanistik

Für das Studium der Romanistik werden sehr gute Sprachkenntnisse in der jeweiligen Sprache sowie das Latinum vorausgesetzt.

Latein

Die Philosophische Fakultät betrachtet die Beschäftigung mit dem Lateinischen als gemeinsames Anliegen aller ihrer Abteilungen und die Kenntnis dieser Sprache als Vorbedingung für die Erlangung des Lizentiates in den meisten ihrer Fächer. Für das Studium der Romanistik ist das Lateinische von besonderer Bedeutung; hier besteht das Lateinobligatorium für sämtliche Haupt- und Nebenfächer. Dies ist nicht zu verstehen als ein rückwärts gewandtes Festhalten an akademischen Traditionen. Fundierte Lateinkenntnisse erschliessen den wissenschaftlichen Zugang zu den romanischen Sprachen als den Töchtern des Latein und machen den Weg frei für deren tieferes Verständnis. Die grossen Autoren der romanischen Literaturen sind tief verwurzelt in der klassisch-lateinischen Tradition: Ihre genaue Analyse ist oft unmöglich, wenn wir diese Wurzeln nicht im Wortlaut erkennen können. Nur über das Latein sind die unzähligen sprachlichen, literarischen und kulturellen Längs- und Querbezüge im dicht gewobenen Netz des Kulturraums der Romania und dessen Ausstrahlung in die Welt voll zu erfassen.

Studierende, die ein eidgenössisches oder kantonales Maturitätszeugnis mit obligatorischem Latein besitzen, erfüllen diese Vorbedingung für das Studium. Unter bestimmten Voraussetzungen werden ausserdem die Prüfungsergebnisse auf Grund fakultativer Lateinkurse gewisser schweizerischer Mittelschulen anerkannt (Äquivalenzbescheinigung erforderlich). Ausländische Studierende können in ihrem Heimatland absolvierte Lateinkurse der Latinums-Beauftragen der Fakultät, Frau Prof. Furrer, in einem persönlichen Gespräch darstellen und gegebenenfalls als äquivalent anerkennen lassen. In allen andern Fällen ist bis zum Abschluss des Grundstudiums eine Lateinprüfung abzulegen. Zu deren Vorbereitung hat die Fakultät Elementarkurse von zwei Semestern Dauer zu je sieben Wochenstunden eingerichtet.

Über alle wichtigen Fragen in diesem Zusammenhang gibt die Website Latinum an der Philosophischen Fakultät Auskunkft.

Sprachkenntnisse 

Romanistik ist mehr als Sprachenlernen. Fundierte Sprachkenntnisse sind nicht Zweck, sondern Voraussetzung für ein erfolgreiches Romanistikstudium. Fehlende oder ungenügende Sprachkenntnisse können in den ersten Studiensemestern nachgeholt werden. Während des ganzen Studiums wird dann an der Sprachbeherrschung kontinuierlich gearbeitet. Dazu trägt wesentlich bei, dass der Unterricht meist in der jeweiligen romanischen Sprache abgehalten wird, dass die Seminararbeiten auf Französisch / Italienisch / Spanisch usw. formuliert werden müssen, und auch der tagtägliche Umgang mit den vielen romanischsprachigen Kommilitoninnen und Kommilitonen am Seminar. Praktischen Sprachunterricht erteilen die Lektorinnen und Lektoren, die Kurse zur Verbesserung der schriftlichen und mündlichen Sprachkenntnisse anbieten, Grammatikkenntnisse trainieren, Konversationsstunden bestreiten, bei der Abfassung schriftlicher Arbeiten weiterhelfen und Erlerntes mit Übersetzungsübungen vertiefen.

Daneben bietet auch das Sprachenzentrum der Universität und der ETH Sprachkurse an. Zur Perfektionierung der Sprachkenntnisse wird empfohlen, vor oder während des Studiums Auslandaufenthalte zu unternehmen, welche für Kandidatinnen und Kandidaten des Lehrdiploms für Maturitätsschulen ohnehin obligatorisch sind. (9 Monate – 39 Wochen – im Hauptfach, 6 Monate – 26 Wochen – im Nebenfach; sind beide Diplomfächer romanische Sprachen, genügt auch für das Hauptfach ein sechsmonatiger Aufenthalt).

Literatur 

Gier, Albert, Orientierung Romanistik. Was sie kann, was sie will. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt, 2000