Sommerschule 11.-13. Juni 2012: «Werkstatt Literaturforschung»

Wie gehen wir vor, wenn wir forschen, analysieren, interpretieren? Die Sommerschule für Doktorierende der Literaturwissenschaften an der Universität Zürich widmet sich der grundsätzlichen Frage nach der Methodik literaturwissenschaftlichen Arbeitens. Gemeint sind damit nicht die grossen Methodendiskussionen der letzten Jahrzehnte und die damit verbundenen Schlagwörter (close reading, explication de texte, cross- reading etc.), oder die Versuche, fertige Theorien auf literarische Texte anzuwenden, sondern die ebenso einfachen wie entscheidenden Fragen danach, wie man in Einzelfall vorgeht, wenn man Literaturwissenschaft betreibt. Was tut man, wenn man ein Forschungsvorhaben realisiert, und wie tut man es? Wie deutlich wird das Vorgehen durch den Forschungsgegenstand bestimmt? Wie korrelieren Vorgehensweisen des Forschungsgegenstandes (implizite theoretische Entwürfe, Metapoetiken) mit dem eigenen Vorgehen? Durch welche (literatur)theoretischen Einsichten oder Erkenntnisse wird unser Vorgehen präfiguriert? Was bedeutet es überhaupt, literaturtheoretisch zu arbeiten? In der Regel werden diese Fragen eher implizit beantwortet. Die Sommerschule möchte die Gelegenheit bieten, diese Fragen anhand konkreter Arbeitsproben aus aktuellen Dissertationsprojekten explizit zu machen und dabei die mögliche Modellfunktion konkreter Arbeitsweisen zu diskutieren.
Organisation:
Romanisches Seminar der UZH (Kontakt: Rita Catrina Imboden rimboden[at]rom.uzh.ch)
Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der UZH (Kontakt: Sandro Zanetti sandro.zanetti[at]@uzh.ch)
Englisches Seminar der UZH (Kontakt: Johannes Binotto j.binotto[at]es.uzh.ch)
Slavisches Seminar der UZH der Universität Zürich (Kontakt: Sylvia Sasse sasse[at]@cdat.de)
