Fachbereiche

Das Doktoratsprogramm wird von den sprach- und literaturwissenschaftlichen Fächern des Romanischen Seminars der Universität Zürich getragen. Eine Promotion ist sowohl für einzelne Sprachgebiete und Literaturen als auch für vergleichende und transdisziplinäre Forschungsprojekte möglich. In folgenden Fächern kann am Romanischen Seminar ein Doktorat abgelegt werden:

Romanistische Literaturwissenschaft

Im Bereich der romanistischen Literaturwissenschaft verbindet das Doktoratsprogramm methodologische und thematische Schwerpunkte. Die Wahl der von den Doktorierenden im Rahmen ihrer Dissertation behandelten Gebiete bezüglich Epochen, Gattungen oder theoretischer Fragestellungen soll nicht eingeschränkt, sondern unterstützt werden. Themen und Fragestellungen sind so konzipiert, dass sie für alle Beteiligten Anschlussmöglichkeiten eröffnen und als Diskussionsplattformen den gegenseitigen Austausch über die von den einzelnen Forscherinnen und Forschern bearbeiteten Spezialgebiete hinweg fördern. Unter anderem können folgende Themenschwerpunkte im Rahmen des literaturwissenschaftlichen Programms behandelt werden: Theorien der Text- und Diskursanalyse, Aktuelle Methoden in der Literatur- und der Kulturwissenschaft, Theorie des Vergleichs, Selbstbezüglichkeit in literarischen Texten, Literatur im Verhältnis zur Malerei und zur Musik, Poetik und Rhetorik, Literaturgeschichte als Vergleich von Poetiken.

Romanistische Sprachwissenschaft

Das Doktoratsprogramm im Bereich der romanistischen Sprachwissenschaft bildet NachwuchswissenschaftlerInnen aus, die auf dem Gebiet der Romanistischen Linguistik mit der gesamten Bandbreite empirisch-methodologischer, theoretischer und typologischer Zugänge und Analysemöglichkeiten sprachlicher Phänomene der romanischen Sprachen und ihrer Varietäten vertraut sind und auch deren Relevanz für allgemein-sprachwissenschaftliche Fragestellungen beurteilen können. Den Anwendungsbereich des Programms stellen die sprachlichen Varietäten der gesamten Romania dar: ältere und gegenwartssprachliche, standardisierte und nicht-standardisierte, schriftlich oder mündlich belegte.

Bezüglich der thematischen Ausrichtung der einzelnen Promotionsarbeiten sieht das Programm eine grösstmögliche Breite vor. Empirisch angelegte Arbeiten zu einer oder mehreren romanischen Sprachen und Varietäten können philologisch, auf der Grundlage von Feldforschung und Sprecher-Innenbefragungen oder anhand von verfügbaren und gegebenenfalls neu erstellten kleineren und grösseren elektronischen Korpora entstehen, wobei entsprechende Lehrveranstaltungen die methodologische Ausbildung der Doktorierenden unterstützen.