Das Verhältnis von Wort und Bild in der Mehrsprachigkeit

Prof. Dr. Marco Baschera

In Zusammenarbeit mit der zHdK, Institut Design2context, Ruedi Baur

Dieses Forschungsprojekt geht der Frage nach, wie aus der Begegnung verschiedener Kulturen und Sprachen ein Funke entspringen kann, der offene Identitäten zutage bringt und verstärkt, die ihrerseits fähig sind, sich gemeinsam am Aufbau einer vielsprachigen Welt der Pluralitäten zu beteiligen. Inwiefern kann die Mehrsprachigkeit innerhalb der eigenen Sprache zu einem grösseren Reichtum im Verhältnis von Worten, Begriffen und den ihnen zugeordneten inneren Bildern führen? Für die Beantwortung solcher Fragen bietet sich einerseits die Literatur mit ihrem verfeinerten Sinn für das metaphorische Reden, aber auch für die Beziehungen zwischen den Sprachen an. Andererseits sind die Bildwissenschaften und die Bildpraktiker aufgerufen, das Verhältnis von Bilder- und Wortschatz in einem mehrsprachigen Kontext zu untersuchen.

Veranstaltungen zum Thema fanden im WS 06/07 in Form eines von Marco Baschera, Vera Kockot und Ruedi Baur geleiteten Kolloquiums, im Sommer- und Herbstsemester 2007 in Form je einer Vorlesung mit Tutorat statt (Das Verhältnis von Wort und Bild in der Mehrsprachigkeit II und III).

Im Rahmen des Kolloquiums ist im Oktober 2009 der Sammelband "Mehrsprachiges Denken - Pensez en Langues - Thinking in Languages" von Marco Baschera und Barbara Naumann im Buchhandel erschienen.

Aus dem Klappentext:

"Die Vorstellung einer in kultureller und politischer Hinsicht 
produktiven Mehrsprachigkeit wird in diesem Doppelheft aus philosophischer, 
linguistischer, literaturwissenschaftlicher, künstlerischer und 
pädagogischer Sicht beleuchtet. In der vielfältigen Begegnung der 
Kulturen und Sprachen liegt das Potential, die gelebte Beziehung 
zwischen Wort und Gedanke in der einen Sprache unter Respektierung 
der Unterschiede in andere Sprachen zu übertragen. 
Dem kann ein mehrsprachiges Denken entspringen, das sich nicht in 
abstrakten, universellen Begriffen vollzieht, sondern gerade aus 
dem Unterschied der verschiedenen sprachgebundenen Denkweisen 
hervorgeht. Erst in der Öffnung der Sprachen aufeinander, in einem 
polyphonen Echoraum zwischen ihnen, vermag sich ein solches Denken 
zu bilden." 

Diese Informationen und das Inhaltsverzeichnis finden Sie auch in diesem pdf-Dokument: